Auf Entdeckungstour durch Andalusien.

Denkt man an Andalusien, dann denkt man an Sonne und Meer, Stierkampf und Flamenco, stolze, lebenslustige Menschen und maurische Pracht, faszinierende pueblos blancas, verwinkelte, enge Gassen, Tapas essen in gemütlichen Bodegas und vieles mehr. Als der südlichste Teil Europas, der afrikanischen Küste am nächsten, geprägt durch die arabische Kultur bietet Andalusien für jeden Reisenden atemberaubende und faszinierende.

1. Tag

In Begleitung von Renate Schatorjé vom Reisebüro Schatorjé, war die kleine Gruppe vom Niederrhein mit

dem hauseigenen Bus Shuttle der Firma Schatorje zum Flughafen nach Düsseldorf gebracht worden.

Von dort ging es in einem kurzen Flug Richtung Andalusien, Richtung Malaga.

 

Entspannt ließ die Gruppe den ersten gemeinsamen Abend in Torremolinos an der Costa del Sol bei

einem Strandspaziergang ausklingen.

2. Tag

Von Sonnenschein begleitet und mit einem traumhaften Blick aufs Meer, brachen wir am nächsten Morgen auf und fuhren mit dem Bus entlang der Costa del Sol nach Marbella. Im Schutz der Sierra Blanca gelegen, ist das sonnenreiche Marbella bekannt als Stadt der Schönen und Reichen und fasziniert durch ihre Kombination aus Gebirge und Meer, einem quirligen Konsumangebot und Fischerdorfidylle.

Viele Prominente, wie Aristoteles Onassis, Sean Connery, Audrey Hepburn, Brigitte Bardot, Omar Sharif waren hier zu Gast.

Rundherum um die Plaza de los Naranjos (Platz der Orangen),dem achteckigen Marmorbrunnen und dem Rathausbefindet sich die Altstadt, weiß und voller Blumen.

Eine Vielzahl von wunderschön anzusehenden und wohl duftenden Bäumen, voll bewachsen mit Orangen, die den weniger wohl klingenden Namen „Pomeranzen“ tragen und aus denen die bitter schmeckende Orangenmarmelade gemacht wird, verzauberte uns den Sonntagmorgen.

Die Altstadt verlassend erreichen wir die Strandpromenade, mondän, mit feinsandigem Strand und einer zur Mittagspause und Sonnenbad einladender Gastronomie.

 

Anschließend besuchten wir Puerto Banus´, Treffpunkt des Jet-Sets in Marbella. Hier liegen attraktive Jachten vor Anker. Stilvolle weiße Gebäude heben sich majestätisch vor dem tiefblauen Meer in den ebenso blauen Himmel. Der Hafenbereich ist ein optisches Highlight und ein Symbol für die Schönheit und Lebensfreude.

 

Der Nachmittag bescherte uns eine Fahrt durch das Gebirge und die kontrastreiche Landschaft Andalusiens.

Bei einem kurzen Stopp in El Burgo, einer geschichtsträchtigen Stadt in der Sierra de las Nieves,durften wir den Panoramablick übers Tal genießen.

Doch unser Ziel hieß Ronda.

Im Hinterland gelegen ist Ronda die Stadt, die auf einem beeindruckenden Felsplateau thront und in  Andalusien auch als Kleinstadt in mehrfacher Hinsicht zu den Großen zählt.

 Sie reiht sich ein in die Liste der „weißen Dörfer“ und hat schon bedeutende Literaten wie Rainer Maria Rilke und Ernest Hemingway mit ihrem Zauber zu langen Aufenthalten verführt.

 

Für einem angenehmen Aufenthalt unserer Gruppe sorgte das Hotel Reina Viktoria, mit einer Terrasse, die einen Blick über die  bizarre Berglandschaft, die Serranía de Ronda, bereithielt.

3. Tag

Bei einer Führung durch Ronda lernten wir am Tag 3. die Altstadt „La Ciudad“ kennen und natürlich die Puento Nuevo, die neue Brücke, die die Altstadt von der Fußgängerzone trennt und die einen Gang über die ca 165 m tief abfallende Schlucht, die Ronda in zwei Teile trennt, erlaubt.  Abschließend durfte ein Rundgang durch Spaniens älteste Stierkamparena nicht fehlen.

 

Am Nachmittag verließen wir die Berge und Suzell, unsere Busfahrerin, deren Fahrkunst und Einparkmanöver wir noch oft bewundern sollten,  steuerte sicher und zügig Richtung Atlantik, der Costa le da Luz, der Küste des Lichtes, entgegen.

 

Unser neues Domizil für die zwei nächsten Nächte hieß  Sanlúcar de Barrameda, ein beschauliches Fischerstädtchen, gelegen am östlichen Ufer des Flusses Guadalquivir unmittelbar vor dessen Mündung in den Atlantik.

 

Unterwegs, auf der Route der weißen Dörfer gelegen, machten wir eine Pause in Arcos de la Frontera. Von Pause konnte allerdings nicht die Rede sein, denn beim  Aufstieg zur Basilica Minor Santa Maria ging uns fast die Puste aus. Doch der Panoramablick auf das Tal des Rio Guadalete war atemberaubend und entschädigte zur Genüge.

4. Tag

Der 4. Tag war dem Besuch  Jerez de la Frontera vorbehalten.

Jerez de la Frontera besticht durch feudales Ambiente, ein historisches Zentrum und ist Hochburg des Sherry und der andalusischen Pferdezucht.

Hier lernten wir viel über die Feste der Spanier und die Vorbereitungen auf das Osterfest kennen. Nach der Führung durch die historische Altstadt und einem Sonnenbad auf dem Plaza San Juan machten wir Bekanntschaft mit der Sherry Bodega der Familie Estevez.

Wir bestaunten die edle, private Pferdezucht und die beeindruckende Kunstsammlung in den stattlichen, aristokratischen Gemäuern der Familie Estevez.

Bei der Durchwanderung der schummrigen, kühlen  (immer gleichbleibende 18°C), imposanten und nach Jahrhunderte riechenden Bodega Hallen, lernten wir die verschiedensten Sherrys und Ihre Namen und Marken kennen.

Im stilvollen Ambiente durfte der ein oder andere edle Tropfen probiert werden.

Salud!

 

In bester Stimmung ging es dann am Abend in die Altstadt von Sanlúcar zum Tapas Essen.

 

5. Tag

Am 5. Tag brachen wir, wieder mit gepackten Koffern auf in die älteste Stadt Europas  Cadiz.

Von drei Seiten vom Atlantik umgeben erkundeten wir die Altstadt mit den vielen engen Gassen, dem Fischmarkt und natürlich der mächtigen  Kathedrale, die die Silhouette von Cadiz beherrscht und deren knallgelb, glasierten Keramikziegel von jedem Punkt in Cadiz zu sehen sind.

Bei einem Strandspaziergang oder einem Cappuccino in einem der vielen hübschen Cafes  ließen wir die Atmosphäre auf uns wirken, bevor wir die Costa de la Luz verlassen mussten und unser Hotel la Motilla im Raum Sevilla bezogen.

 

Der Abend hielt einige Überraschungen für uns bereit.

Suzell brachte uns in die Stadt und eh wir uns versahen waren wir mitten drin im temperamentvollen spanischen Trubel von Sevilla. Das kam uns spanisch vor, doch bei einem kleinen Spaziergang durch die Altstadtgassen gelangten wir zu unserem Restaurant Panda Cuna, wo uns die besten Schweinebacken ganz Andalusiens serviert wurden.

Buen apetito!

6. Tag

Der Tag 6.ließ uns Sevilla noch besser kennen lernen.

Sevilla, die viertgrößte Stadt Spaniens, nach Madrid, Barcelona und Valencia vibriert.

Das Knattern der Zweitaktmotoren, das Trappeln der Pferdekutschen und die Flamenco Musik aus den Bars sind ein ständiger Begleiter.

Inmitten eines Parks gelegen,  als Filmkulisse bekannt, der Plaza Espana.

Im Herzen der Stadt dann die Königlichen Paläste Alcazare, wo wir beim Anblick der langen Warteschlangen wieder in den Genuss der organisierten Gruppenreise kamen und einfach mit unserer Führerin Mercedes an ihnen vorbei gehen durften. Der Alcazar gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, ein Märchen aus Tausend und Einer Nacht. Errichtet von Fürst Peter dem Grausamen, gebaut jedoch von maurischen Baumeistern, nasridischer Herrschaft aus Granada. Die Kathedrale von Sevilla ist der größte gotische Kirchenbau der Welt. Die dazugehörige Giralda, ein Minarett, dem während des Umbaus zum Glockenturm eine Spitze aufgesetzt wurde, ermöglicht einen Aufstieg durch eine Rampe und belohnt mit einem Blick über Sevilla.

 

Am Nachmittag Weiterfahrt nach Corduba.

Aufgrund ihrer zahlreichen Sehenswürdigkeiten, ihrer bewegten Geschichte, abwechslungsreichen Kultur, die eine Vielzahl unterschiedlicher Einflüsseaufweist, wurde Corduba 1984 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

7.Tag

Am Tag 7. besichtigen wir die Mezquita in Corduba. Sie gilt als eines der imposantesten Bauwerke Spaniens und war einst eines der größten muslimischen Gotteshäuser der Welt.

Wir finden uns in einem Zauberwald aus steinernen Säulen wieder, überspannt mit rot- weißen Bögen. Den Christen gefiel dieses märchenhafte Gebetshaus und sie nutzten die Mezquita nach ihrer Eroberung als Kirche und neben mehreren Umbauten wurde im 16. Jahrhundert eine gotische Kathedrale über dem Hauptschiff erbaut.

Rund um die Mezquita befindet sich das Judenviertel, Juderia. Enge Gassen, weiß gekalkte Häuser und nach Blumen duftende Höfe erfreuen uns und mit Afrika, unserer Führerin machen wir einen Abstecher in die Calleja de las  Floras, das Blümengässchen.

Der schön angelegte Graten des Alcazars lädt zum Entspannen und sonnen ein.

8. Tag

Wir starten zum Highlight unserer Reise und begeben uns auf die Route des Kalifen nach Granada. Die Aussicht ist traumhaft. Durch die kontrastreiche Landschaft und vorbei an endlosen Olivenhainen erscheint sie plötzlich vor uns: die Sierra Nevada, majestätisch, die Gipfel schneebedeckt, der Horizont azur blau.

Und vor der Kulisse der Sierra Nevada die ALHAMBRA, die ROTE BURG.

Seit 1984 zum UNESCO Weltkulturerbe gehörend, ist die Alhambra eines der schönsten und berühmtesten maurischen Bauten der islamischen Architektur.

Hinter mächtigen, schmucklosen Mauern verbirgt sie im Inneren einen wahren Schatz: eine Anlage aus unterschiedlichen Teilen. Doch das Herzstück sind die Palacios Nazaries, die Nasridenpaläste. Wir bestaunen einen nasridischen Zauber, der mit Worten nicht zu beschreiben ist.

Als krönenden Abschluss spazieren wir durch die schon blühenden Gärten des Generalifes.

 

Langsam ging unsere Reise zu Ende und wir mussten uns von Suzell verabschieden. Muchos gracias und adios Suzell. Gerne würden wir sie mit nach Deutschland nehmen.

 

Überall in Granada erscheint die Aussicht atemberaubend uns so erlaubte uns unsere abendliche Fahrt in die Höhlen von Sacromonte einen unvergesslichen Blick auf die beleuchtete Alhambra.

In Andalusien liegen die Wurzeln des Flamencos und so verbrachten wir unseren letzten Abend in Sacromonte, wo der Flamenco fest verankert ist. Wir waren zu Gast bei einer Flamenco Vorstellung und  beeindruckt von der Ausdruckskraft und der emotionalen Tiefe.

9. Tag

Der letzte Tag brachte uns wieder zurück an die Costa del Sol, an die Sonnenküste,  nach Malaga.

Malaga ein pulsierendes Zentrum an der Costa del Sol und eine der schönsten Städte Spaniens, mit zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten und vielen Tapas Bars bescherte uns bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen einen wunderbaren letzten Tag.

 

Dann hieß es Abschied nehmen. Auf Wiedersehen Andalusien. Adios und wie sagt man:

Hasta la vista!


weitere Impressionen