Umbrien– das grüne Herz Italiens

– Perugia und Assisi- begleitete Flugreise - Reisedokumentation

In Kooperation mit Airport Weeze Reisen startete in 2.Auflage das Reisebüro Schatorjé mit einer 25 köpfigen Reisegruppe nach Umbrien, ins grüne Herz Italiens.

 

1.Tag

In Begleitung von Holger Terhorst von Airport Weeze Reisen und Renate Schatorjé geht es auf nach Bella Italia. Am Flughafen in Rom werden wir erwartet, von unserem Umbria Coach, in italienischem Design samt Fahrer Lorenzo und unserem waschechten italienischen Reiseleiter Heinrich Lanz. Nach kurzer Orientierungsfahrt durch Rom ereichen wir unser Domizil für die nächsten 4 Tage in Perugia, das Hotel Ilgo. Wer jetzt noch nicht müde ist, kann per pedes oder mit dem Hotel Shuttle erste Erkundungen in Perugia starten.

Bei einem Sektempfang und dem Abendessen im Hotel klingt der Tag in gemütlicher Runde aus.

2.Tag

 

Lorenzo bringt uns ins Zentrum von Perugia. Perugia ist nicht nur die Hauptstadt Umbriens, sondern auch die Schokoladenhauptstadt und bekannt als renommierte Kunst- und Universitätsstadt. Silvia, unsere Stadtführerin leitet uns per Rolltreppe in die Rocca Paolina, die Stadt unter der Stadt. Versetzt ins tiefe Mittelalter spazieren wir durch die unterirdischen Gemäuer und erreichen die historische Altstadt.

Über die Corso Vanucci, Perugias Flaniermeile, vorbei an der Nationalgalerie, wo wir Bekanntschaft machen mit dem Greif, Perugias Wahrzeichen, kommen wir zum Piazza IV Novembre, bestehend aus dem Ensemble Palazzo dei Priori, Fontana Maggiore und dem Dom San Lorenzo.

Wir erfahren viel über Perugias Geschichte, über ihre Bildhauer und Maler, Adelsgeschlechter und wichtige Persönlichkeiten, die Etrusker und die Römer, die Päpste und ihre Kriege.

Zwischendurch erhaschen wir immer wieder einen Blick auf die atemberaubende Aussicht. Silvia macht mit uns abschließend einen Rundgang durch Perugias verwinkelte Gässchen. Wir können nur erahnen, wie sich das Dolce Vita hinter den verschlossenen Türen abspielt.

 

Doch die alten Gassen von Perugia sind geprägt von einem jung lebendigem Flair und so laden uns, bei strahlendem Sonnenschein, die vielen Geschäfte mit ihren ausgefallenen Auslagen zum Bummeln ein. Alte Cafes locken mit zahlreichen, phantasievollen süßen Kuchen, Törtchen und Gebäck, an denen man einfach nicht vorbei gehen kann. Nicht versäumen darf man die Einkehr in eine der vielen Osterien, die von außen meist keine Speisekarte zeigen, von innen aber landestypische Köstlichkeiten servieren.

Bon Apetit!

Mit einem Baci Perugia sagen wir Perugia für heute arividerci.

Weiter geht unsere Entdeckungstour nach Gubbio.

Gubbio, eine der ältesten Städte Umbriens, liegt in 522 m Höhe und ist, wie viele Orte Umbriens, an einem Berghang gelegen.

Während sich unser Bus langsam die Berge hinauf schlängelt erzählt Heinrich uns vom größten Tannenbaum, der in der Adventszeit zu bestaunen ist, und dem berühmtem „Wachskerzenlauf“, der uns Lust darauf macht Gubbio unbedingt noch ein 2. mal zu besuchen.

 

Der Ort erweist sich als sehr gepflegtes, mittelalterliches Juwel. Die verwinkelten Gässchen scheinen fast ausgestorben. Wir erklimmen die vielen Stufen oder nehmen den Aufzug zum Grande Piazza, der über der Stadt liegt und von dem wir einen traumhaften Blick über die umbrische Landschaft genießen. Von hier aus kann man den Palazzo die Consoli und das Museo Civico besichtigen, Gubbios wichtigste Sehenswürdigkeiten.

Auch von diesem Ort weiß Heinrich viel zu berichten, über das mittelalterliche Leben in Gubbio, die Geschehnisse und Ereignisse, die sich auf diesem historischen Platz, auf dem wir uns gerade befinden, abgespielt haben.

Und spätestens jetzt dämmert uns: Unser Heinrich Lanz weiß einfach ALLES!

Italien wird nicht nur für sein gutes Gelati geliebt, sondern auch der exklusiven Mode wegen. Umbrien ist bekanntes Kaschmirgebiet und so führt uns unser letzter Abstecher an diesem Tag nach Solomeo.


Ein gepflegtes, beschauliches Örtchen. Hier verkauft Modedesigner Brunello Cucinelli seine Kaschmir Kollektion stilgerecht im eigenen Dorf. Im Designer Outlet zeigt uns der Italiener mal wieder, dass es auch anders geht und statt der von uns erwarteten Wühltische bestaunen wir hier edele Kaschmiroutfits. Doch die Schnäppchenjagd bleibt für uns heute erfolglos. Trotzdem glücklich steuern wir wieder gen Hotel Ilgo, wo wir bei einem Aperitif vor dem Abendessen den Tag Revue passieren lassen und uns alle einig sind: Der Tag war spitze!

3.Tag

 

Heute starten wir zum Highlight unserer Reise: Assisi! Assisi ist der Geburtsort des heiligen Franzescos, der als reicher Kaufmannssohn geboren wurde, später jedem Reichtum widersagte und den Franziskanerorden gründete. Im Jahre 2000 wurde Assisi zum Weltkulturerbe ernannt. Auf der Hinfahrt bestaunen wir die Landschaft, die Olivenbäume und Plantagen,die Pinien und Maulbeerbäume. Dann endlich ist es soweit: wir erblicken die Basilika San Franzesco!

Hier werden wir erwartet von Bruder Thomas, Franziskanermönch und deutschsprachiger Führer in der Basilika San Francesco.

Bruder Thomas zeigt und erläutert uns, auf seine im eigene Art, die Basilika. Er deutet die Gemälde, ihre Sprache und ihre Botschaften und wir erfahren vieles aus dem Leben des Franziskus.

Von riesigen Stadtmauern umgeben, fühlen wir uns wieder ins Mittelalter versetzt, als wir uns, geführt von Heinrich, auf die Spuren des Franziskus begeben und alles über seinen Lebens- und Leidensweg erfahren.

Auch die heilige Klara, Tochter eines Adeligen, war gebürtig aus Assisi und lebte nach Franziskus Vorbild in Armut. Nach Klaras Tod wurde die Basilika Santa Chiara gebaut und nach ihr benannt. Ihre sterblichen Überreste sind in der Kirche aufgebahrt.


Bei einer Pizza oder einem Gelati lassen wir die Stimmung dieses beschaulichen und doch so quirligen Ortes auf uns wirken und bestaunen die vielen Geschäfte und Marktstände.

Doch Heinrich hat noch viel mit uns vor und so fahren wir am Nachmittag weiter zur Basilika Maria degli Angeli,

übersetzt Unsere liebe Frau von den Engeln. Gelegen unterhalb von Assisi gilt sie als eine der größten Kirchen der Christenheit. Über einen weitläufigen, freien Platz erreicht man die riesige Kirche.

Im Innern tummeln sich viele Menschen, manche stehen in einer Warteschlange um sich die Beichte abnehmen zu lassen.

Und inmitten der Basilika steht eine kleine Kapelle, die Kirche Portiunkula.

Als Ruine gelegen baute Franz von Assisi die Kirche Portikulina mit eigenen Händen wieder auf, nachdem er Jesus hatte sprechen hören: „Siehst du nicht das mein Haus verfällt“.Zur Berühmtheit gelangte die Kapelle, weil dort die Franziskaner ihren Ursprung fanden.

Auf Geheiß Papst Pius wurde später die Basilika Maria degli Angeli um die kleine Kapelle herum gebaut. Wir haben Glück. Wir dürfen der Orgel lauschen und werden Zuschauer beim beeindruckenden Einzug einer Priesterprozession.

Letzter Stopp für heute ist Spello, ein charmantes Hügelstädtchen, umgeben von einer alten Stadtmauer mit vier Stadttoren. Wir starten am Gipfel und schlendern gemütlich durch das beschauliche Gassengewirr. Der Ort scheint zu schlafen. Nur vereinzelt treffen wir auf Einheimische, die gelassen unsere kleine Gruppe grüßen. Liebevoll geschmückt mit Blumen, versteckt sich hinter jeder Ecke noch einen Winkel, noch ein Treppchen und noch ein Gässchen, oder eine malerische Aussicht. Vorbei an vielen kleinen Weinlokalen, mit einem unfassbaren Blick auf die umliegende Landschaft, wird das Städtchen lebendiger, je näher wir dem Zentrum und dem Piazza kommen.

Mit einem Azzuro von Adriano Celentano verabschieden wir uns auf der Rückfahrt zum Hotel von Lorenzo, der am nächsten Tag 50 Friseurinnen chauffieren darf.

Na dann arividerci und gute Fahrt!

4.Tag

Für heute hat Heinrich uns Entspannung und Erholung versprochen.

Unser neuer Fahrer, Guiseppe, bringt uns auf kürzestem Weg durch das grüne Herz Italiens zum Lago Trasimeno. Der Trasimenosee ist der viertgrößte See Italiens und ein Naturparadies. In dem kleinen Ort sind die ersten Kirchgänger unterwegs und vor unserer Überfahrt zur Isola Maggiore genießen wir einen ersten Cappuccino, ein Gelati oder steigen hoch zur Rocca. Von hieraus hat man wie fast überall einen traumhaften Blick über die umbrische Landschaft.

Bei schönstem Sommerwetter nehmen wir Platz auf dem Außendeck unseres Schiffes und sonnen uns bei der kurzen Überfahrt zur nur 1 km entfernten Insel.

Die Isola Maggiore ist eine kleine Insel inmitten des Lago Trasimeno und ein beliebtes Ausflugsziel, auch bei den Italienern.

Franziskus soll hier 40 Tage gefastet haben und es soll sich das Wunder zugetragen haben, dass ihm weder das Brot ausgegangen noch seine Kerze erloschen ist.

Heute leben auf dieser Insel nur 17 Einwohner, die vom Fischen, Spitze klöppeln und dem Tourismus leben. Die Insel besteht aus dem Hafen und der Via Guglielmi, der einzigen Gasse mit zwei Häuserzeilen. Kein Auto ist hier jemals gefahren.

Ein schöner Rundweg führt uns hinauf zur Kirche San Michele Arcangelo und um die Insel herum. In einem der idyllischen Gärten lassen wir es uns gut gehen und stärken uns für die Rückfahrt.


Am Nachmittag sind wir eingeladen zur Weinprobe auf der Azienda Agricola Pucciarella.

Eine moderne Weinkellerei mit Weinkeller und imposantem Herrenhaus, wunderschön und perfekt gelegen zwischen Umbriens Hügeln.

Benvenuti! Der Hausherr erwartet uns und bei einer kleinen Führung weiht er uns in die Arbeit und Künste der Sekt- und Weinherstellung ein.Und tatsächlich soll der Besuch der ebenfalls zum Anwesen gehörenden Kapelle St. Anna, der Schutzpatronin der Fruchtbarkeit, der letzter Kirchgang unserer Reise werden.

Die Weinprobe ist exzellent und stilvoll vorbereitet.Die hauseigenen Produkte sind ebenso exzellent und werden uns im geschmackvollem Ambiente serviert. Salute, die Stimmung ist bestens.

Heinrich gerät ins Schwärmen und wie sollte es auch anders sein, ganz selbstverständlich erklärt er uns alles was wir über die Sekt- und Weinherstellung noch nicht wussten.

Und dass wir an diesem Nachmittag von ihm lernen, woran man ein gutes Olivenöl erkennt, ist das Tüpfelchen auf dem I!

Der Tag ist noch nicht zu Ende und Holger Terhorst lädt uns auf ein letztes Tröpfchen aus dem Hause Pucciarella in der Hotellobby ein.

Noch mehr Sekt gibt es für uns zum Dessert, denn das Hotel Ilgo verabschiedet sich und präsentiert eine extra für uns gebackene Auf Wiedersehens Torte. Grazie und arividerci!

5.Tag


Heute heißt es Abschied nehmen.Unsere Rückreise führt uns nach Ancona.
Ancona ist eine Hafenstadt an der Adriaküste und wir haben vom Bus aus einen Blick aufs Meer.
Heinrichs Ankündigung nicht viel über Ancona zu wissen ist natürlich weit gefehlt.
Lieber Heinrich, grazie mille , ganz herzlichen Dank.
Einen besseren Reiseleiter kann man sich nicht wünschen und gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder nach Umbrien,ins grüne Herz Italiens.